Über Heinrich Pestalozzi
Geboren am 12. Januar 1746
Gestorben am 17. Februar 1827
Johann Heinrich Pestalozzi wurde am 12.
Januar 1746 in Zürich geboren. Nach dem Schulbesuch studierte er
Theologie und Jura. Er bricht das Studium ab und beginnt eine
landwirtschaftliche Lehre. 1769 heiratet er Anna Schultheß.
Sein Versuch als Bauer (Gründung Neuhof) scheitert ebenso wie sein
Bemühen, eine Armenanstalt ins Leben zu rufen. Die Schulden sind so
hoch, daß das Land verkauft werden mußte. Durch Fürsprache des Basler
Stadtschreibers Isaak Iselin beginnt Pestalozzi 1780 zu schreiben. Der
Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. In den Jahren bis 1798
entsteht u. a. der Roman in vier Bänden »Lienhard und Gertrud«.
Nach 1798 übernimmt Pestalozzi die Leitung einer Anstalt für verwaiste
Kinder in Stans. Obwohl auch dieses Projekt letztendlich scheitert,
gelten die Jahre in Stans als die glücklichsten Jahre Pestalozzis, die
sein restliches Leben stark beeinflussen sollen.
Er wird Lehrer und kann endlich seine Vorstellungen von Schule und
Unterricht verwirklichen.In dieser Zeit entstand das grundlegende Werk
»Wie Gertrud ihre Kinder lehrt«. Die politischen Veränderungen Anfang
des 19. Jahrhunderts führen jedoch dazu, daß Pestalozzi das Schloß
Burgdorf aufgeben muß. 1804 eröffnet er ein neues pädagogisches
Institut in Yverdon. Sein Einfluß in der Schweiz wuchs, selbst in
Europa und hier insbesondere in Deutschland begannen sich Pestalozzis
Gedanken durchzusetzen. Der finanzielle Erfolg blieb jedoch erneut aus,
so daß das Institut Yverdon 1825 aufgelöst werden mußte.
Pestalozzi versucht anschließend, auf seinem Neuhof erneut eine
Armenanstalt aufzubauen, aber bevor sich hier Erfolge einstellen
konnten, stirbt er am 17. Februar 1827.
- Bei uns erschienen
Lektion in Briefen
Heinrich Pestalozzi
»Wie Gertrud ihre Kinder lehrt
Ein Versuch, den Müttern Anleitung zu geben, ihre Kinder selbst zu unterrichten, in Briefen«
252 Seiten, Preis 11,95 €
ISBN 978-3-86672-024-4
Bereits in Stans hatte Pestalozzi seine später in ganz Europa berühmte Unterrichtsmethode zu entwickeln begonnen. In Burgdorf führte er diese Versuche fort und gestaltete die Methode in ihren Anwendungen und Grundsätzen weiter aus. Aus der Neuorientierung des Elementarunterrichtes ergab sich dabei für ihn die Notwendigkeit, geeignete Lehrmittel zu schaffen, wozu er jedoch finanzielle Unterstützung brauchte.
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