Über Julius Schnorr von Carolsfeld
Geboren am 26. März 1794 in Leipzig
Gestorben am 24. Mai 1872 in Dresden
Julius Schnorr von Carolsfeld gilt als
einer der bedeutendsten Maler der deutschen Romantik. Mit Peter
Cornelius und Friedrich Overbeck begründete er die Bedeutung der
Nazarenischen Kunst.
Als Sohn des Malers Johann Veit Schnorr von Carolsfeld geboren, begann
Julius Schnorr von Carolsfeld 1811 mit dem Studium an der Kunstakademie
In Wien. 1817 wurde er Mitglied im Lukasbund, einer 1809 gegründeten
Vereinigung deutscher und österreichischer Maler, die die Kunst am
Geiste des Christentums ausrichten wollten. Diese Mitgliedschaft ist
insofern bedeutsam, weil die Mitglieder überwiegend dem Katholizismus
zuzurechnen waren, während Julius Schnorr von Carolsfeld lutherischer
Protestant gewesen ist und zu keiner Zeit zum Katholizismus übertreten
wollte.
Die Reise nach Italien (ab 1817) veranlaßte ihn, sich an der Ausmalung des Casino Massimo zu beteiligen.
1827 beruft ihn König Ludwig I an die Kunstakademie nach München. Von
ihm erhielt er den Auftrag, im Königsbau der Residenz in München fünf
Säle mit Szenen aus dem Nibelungenlied auszugestalten: Der
Nibelungenzyklus, der bis heute erhalten ist. Parallel hierzu erhielt
er ebenfalls von Ludwig I den Auftrag, die drei Kaisersäle im
Festsallbau der Residenz mit Fresken zu schmücken (nicht mehr erhalten).
1846 wurde er schließlich Direktor der Dresdner Gemäldegalerie und
Professor an der Königlöich Sächsischen Kunstakademie Dresden.
Zwischen 1851 und 1860 entstanden die Holzschnitte als Illustration zur
Bibel. Diese Sammlung graphischer Bibelkommentare stellt eine Art
Andachtsbuch dar, das nicht primär auf den Verstand des Betrachters
zielt, sondern auf sein Gefühl.
- Bei uns erschienen
- Illustration
- Nazarenische Kunst
Evangelium in Bildern
Julius Schnorr von Carolsfeld
»Evangelium in Bildern«
79 Illustrationen zum Neuen Testament
Text von Martin Luther
170 Seiten - Preis 12,95 €
ISBN 978-3-930730-36-0
»Das Werk will ein Volksbuch werden im wahren Sinn des Wortes und in kräftigen, frischen Zügen dem Volk die heilige Weltgeschichte vor die Augen halten. Für solche Mitteilungen gewährt der Holzschnitt gerade das rechte Organ.«
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Nazarenische Kunst
Der bedeutendste Vertreter der Nazarenischen Kunst war der Lübecker Maler Friedrich Overbeck.
Ihren Höhepunkt erreichte die christliche Figurenmalerei, wie die
Nazarenische Kunst auch genannt wurde, in der ersten Hälfte des 19.
Jahrhunderts; der Name selbst wurde hingegen erst nachträglich gegen
Ende des 19. Jahrhunderts gebildet.
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