Leseprobe: Gefahren & Chancen
Andreas Berger
Stephan Haas
»Gefahren & Chancen -
Christen im Kampfsport«
140 Seiten - Preis 11,50 €
ISBN 978-3-930730-55-1
edition TempelBibliothek
in der WFB Verlagsgruppe
Navigation Wolfgang Lindemeyer
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Kapitel 4: Gewaltvermeidung und Prävention
Viele Menschen verstehen unter
Selbstverteidigung ausschließlich das Beherrschen und Anwenden von
Techniken der Kampfsportarten. Doch physische Selbstverteidigung ist
erst das letzte Mittel, wenn alle anderen Strategien nicht erfolgreich
waren. Selbstverteidigung beginnt mit Vorsichtsmaßnahmen, die helfen,
potentielle Gefahren zu vermeiden und dem Willen zur Selbstbehauptung.
Wir leben nun mal in einer gefallenen und von Sünde beherrschten Welt,
wo die Gebote Gottes, z.B. »Du sollst nicht morden«, mit Füßen getreten
werden. Umso klarer ist die Notwendigkeit, mit gebotener Wachsamkeit
unterwegs zu sein.
Der Leiter einer Trainingsgruppe, der sich sehr gut mit der
Hinterhältigkeit von kriminellen Elementen auskennt, schreibt: »Leider
sind viele Menschen in unserem Land hierzu nicht bereit. Ihr Einwand
lautet: ›Ich will angstfrei leben!‹ Jeder Gedanke an Gewaltstraftaten
wird sofort verdrängt. Von einer entsprechenden Notwehrausrüstung und
-ausbildung ganz zu schweigen. Diesen Personenkreis bezeichnet man im
US-amerikanischen Sprachgebrauch als ›sheeple‹ (= »sheep« + ›people‹).
Diese ›Schafsmenschen‹ sind die idealen Opfer für Schläger, Räuber und
Vergewaltiger aller Art. Mit Gewalt konfrontiert, sind sie mental
überfordert und schalten geistig ab. Im Ergebnis führt dies zu einer
regelrechten Opferhaltung. Ein Gewaltstraftäter wird jedoch nicht von
Ihnen abzulassen, wenn Sie schön brav stillhalten. Vielmehr wird ihn
dieses Verhalten in seinen kriminellen Absichten bestärken.«
Auch wenn Sie Kampfsporttechniken nicht für sich selbst gebrauchen
müssen, kann es sein, dass Sie damit anderen Personen helfen können,
ganz nach der Frage »Wer ist mein Nächster«, bzw. »Wer ist meine
Nächste?« Man braucht Menschen und gerade Christen, die aufpassen und
nicht gleichgültig reagieren und in die Rolle der drei Affen schlüpfen.
1. Die Ampel der Selbstverteidigung
Ausbilder der hessischen Polizei, die auch Selbstverteidigungskurse in Schulen anbieten, haben bei einem Lehrgang Selbstverteidigung in 6 Stufen unterteilt und als Ampel mit Farben vorgestellt, die ein bestimmtes Verhalten erfordern.
Ausbilder der hessischen Polizei, die auch Selbstverteidigungskurse in Schulen anbieten, haben bei einem Lehrgang Selbstverteidigung in 6 Stufen unterteilt und als Ampel mit Farben vorgestellt, die ein bestimmtes Verhalten erfordern.
a) Stufe Grün »Bewusstsein, Aufmerksamkeit«
Um möglichen Gefahren und Konfliktsituationen zu entgehen und sich nicht überraschen zu lassen, sollte man zu jeder Zeit aufmerksam sein. Das bedeutet nicht, dass man ständig Angst haben muss, aber man sollte sich bewusst machen, dass potentielle Gefahren lauern können, um in einer Konfliktsituation schnell und effektiv handeln zu können. Dabei kann es von Bedeutung sein, sich auf alle Sinne und nicht nur auf den für uns Menschen wichtigsten, den Sehsinn, zu verlassen, da Angriffe unerwartet, von hinten oder im Dunkeln stattfinden können. Gefahr hat auch mit Lokalität zu tun. In der Öffentlichkeit ist sie größer als zu Hause. Es ist wichtig, auf seine Umgebung zu achten und auf Personen, die sich verdächtig verhalten.
Wenn ich nicht dazu bereit bin, werde ich vom Angreifer »kalt erwischt«.
Um möglichen Gefahren und Konfliktsituationen zu entgehen und sich nicht überraschen zu lassen, sollte man zu jeder Zeit aufmerksam sein. Das bedeutet nicht, dass man ständig Angst haben muss, aber man sollte sich bewusst machen, dass potentielle Gefahren lauern können, um in einer Konfliktsituation schnell und effektiv handeln zu können. Dabei kann es von Bedeutung sein, sich auf alle Sinne und nicht nur auf den für uns Menschen wichtigsten, den Sehsinn, zu verlassen, da Angriffe unerwartet, von hinten oder im Dunkeln stattfinden können. Gefahr hat auch mit Lokalität zu tun. In der Öffentlichkeit ist sie größer als zu Hause. Es ist wichtig, auf seine Umgebung zu achten und auf Personen, die sich verdächtig verhalten.
Wenn ich nicht dazu bereit bin, werde ich vom Angreifer »kalt erwischt«.
b) Stufe Hellgelb »Prävention«
Darunter versteht man das rechtzeitige Erkennen von Gefahren und deren Vermeidung durch geeignetes Planen und Handeln. Zur Prävention gehört auch ein sicheres und bestimmtes Auftreten, um als potentielles Opfer erst gar nicht in Betracht zu kommen.
Darunter versteht man das rechtzeitige Erkennen von Gefahren und deren Vermeidung durch geeignetes Planen und Handeln. Zur Prävention gehört auch ein sicheres und bestimmtes Auftreten, um als potentielles Opfer erst gar nicht in Betracht zu kommen.
c) Stufe Gelb »Wahrnehmung & Bewertung der Situation«
Ein Konflikt wird wahrgenommen und die Situation bewertet. Daraus ergeben sich die weiteren Handlungsmöglichkeiten, die zur Verfügung stehen.
Ein Konflikt wird wahrgenommen und die Situation bewertet. Daraus ergeben sich die weiteren Handlungsmöglichkeiten, die zur Verfügung stehen.
d) Stufe Dunkelgelb »Selbstbehauptung«
Stellen Sie sich bitte folgendes Szenario vor: Ein Mann greift einer fremden Frau plötzlich an die Brust. In gebeugter Haltung und mit einer leisen und/oder höflicher Stimme sagt sie: »Bitte nehmen Sie Ihre Hand da weg.« Stellen Sie sich nun folgende Reaktion einer anderen Frau vor: Ihrem »Peiniger« mit ernster Mine tief in die Augen schauend und in aufrechter Haltung schreit sie ihm ins Gesicht: »Finger weg! Lass mich in Ruhe!« Welche der beiden Frauen wird wohl eher ohne weitere Belästigung davon kommen?
In den Fällen tätlicher Übergriffe gegen Frauen, die sich nicht zur Wehr setzten, erreichten die Täter ihr Ziel in 74% der Fälle. Haben sich die Frauen jedoch gewehrt, wurde die Tat nur in 15% der Fälle vollendet.
Stellen Sie sich bitte folgendes Szenario vor: Ein Mann greift einer fremden Frau plötzlich an die Brust. In gebeugter Haltung und mit einer leisen und/oder höflicher Stimme sagt sie: »Bitte nehmen Sie Ihre Hand da weg.« Stellen Sie sich nun folgende Reaktion einer anderen Frau vor: Ihrem »Peiniger« mit ernster Mine tief in die Augen schauend und in aufrechter Haltung schreit sie ihm ins Gesicht: »Finger weg! Lass mich in Ruhe!« Welche der beiden Frauen wird wohl eher ohne weitere Belästigung davon kommen?
In den Fällen tätlicher Übergriffe gegen Frauen, die sich nicht zur Wehr setzten, erreichten die Täter ihr Ziel in 74% der Fälle. Haben sich die Frauen jedoch gewehrt, wurde die Tat nur in 15% der Fälle vollendet.
e) Stufe Orangenfarben »Fluchtbereitschaft / Hilfe suchen«
Bevor es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt, ist es besser, vom Tatort zu flüchten. Mit Feigheit hat das nichts zu tun! Außerdem ist es ratsam, um Hilfe zu rufen bzw. gezielt Menschen anzusprechen oder anzurufen, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Wobei das Letztere Ihnen nicht helfen wird, wenn Sie mit einem Messer bedroht werden.
Bevor es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt, ist es besser, vom Tatort zu flüchten. Mit Feigheit hat das nichts zu tun! Außerdem ist es ratsam, um Hilfe zu rufen bzw. gezielt Menschen anzusprechen oder anzurufen, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Wobei das Letztere Ihnen nicht helfen wird, wenn Sie mit einem Messer bedroht werden.
f) Stufe Rot »Physische Selbstverteidigung«
Hier ist leider keine gewaltfreie Konfrontation mehr vermeidbar. Physische Selbstverteidigung steht in der »Ampel der Selbstverteidigung« ganz unten und ist das letzte Mittel, einem Angriff zu begegnen! Scheinbar harmlose Prügeleien können schlimme Folgen haben. Außerdem darf die Notwehr nach § 32 StGB nicht überschritten werden, sonst wird der Verteidiger zum Angreifer und damit das Opfer zum Täter! Die beste Selbstverteidigung ist, einen Streit zu vermeiden!
Hier ist leider keine gewaltfreie Konfrontation mehr vermeidbar. Physische Selbstverteidigung steht in der »Ampel der Selbstverteidigung« ganz unten und ist das letzte Mittel, einem Angriff zu begegnen! Scheinbar harmlose Prügeleien können schlimme Folgen haben. Außerdem darf die Notwehr nach § 32 StGB nicht überschritten werden, sonst wird der Verteidiger zum Angreifer und damit das Opfer zum Täter! Die beste Selbstverteidigung ist, einen Streit zu vermeiden!
2. Prävention speziell für Frauen
Es ist bereits geschrieben worden, aber lassen Sie es mich wiederholen:
– Kampfsport fördert das Selbstbewusstsein und verhilft zu einer entsprechenden Ausstrahlung.
– Kampfsport macht fit und Frau lernt es, sich einer schwierigen Situation besser in ihrer körperlichen Konstitution zu stellen.
Das größte Hindernis aber ist die psychische Barriere. Von einer Frau ist bekannt, dass sie sich hätte problemlos wehren können. Aber da war diese Barriere. Und diese Barriere muss überwunden werden. Diese Barriere heißt Angst. In einer bedrohlichen Situation Angst zu haben, ist vollkommen normal. Jeder hat sie!
Aber Angst ist besiegbar. Aber dazu kommen wir in dem Kapitel über Angst.
Etwa 75% der Täter stammen aus dem Umfeld und Vergewaltigungen sind etwa zu 70% geplant. Der nette Nachbar von nebenan oder der Arbeitskollege kann weitaus gefährlicher sein als der Anbaggerer in der Disco. Denn von den ersten beiden strahlt zuerst noch keine direkte Gefahr aus, da man sich in einem sicheren Umfeld fühlt. Und wenn es zu einem Zwischenfall kommt, dann heißt es meistens, wenn Nachbarn, Freunde oder Verwandte interviewt werden: »Das hätte ich dem gar nicht zugetraut«. Die Intuition ist ein Warnmelder. Auch wenn alles äußerlich okay scheint und Kopf und Herz etwas Positives vermelden, so ist es gut auf die Intuition zu hören.
Auch das Auftreten gegenüber Männern ist dabei nicht unerheblich.
Es gibt drei Bereiche zu unterscheiden:
1. Die Männer sind nett und bleiben bei der nötigen Distanz
2. Eine Auseinandersetzung steht bevor, und es rückt einer näher als er soll
3. Die körperliche Auseinandersetzung ist unvermeidbar
Für die Prävention sind »Erstens« und »Zweitens« wichtig. Bei »Erstens« muss man die Männer mit der nötigen Feinfühligkeit auf der Distanz halten und auch zu verstehen geben, dass nicht mehr draus werden könnte. Dazu gehört, auch im Vorhinein, ein nötiges selbstsicheres Auftreten, ohne das man als eine »arrogante Ziege« wirkt.
Bei »Zweitens« muss man den Männern die Grenze aufzeigen. Und das mit dem nötigen Nachdruck. Männer sprechen eine andere Sprache. Besonders die machohaften Frauenjäger. Sie dürfen auf keinen Fall, wenn Sie »Nein« sagen, dabei auch noch lächeln. Denn das wird als ein »Ja« aufgefasst. »Wahrscheinlich später« wird interpretiert aus einem »Jetzt nicht« und einem netten Blick. Und ein sanftes Wegdrücken mit den Händen, gefolgt mit einem netten Blick, ist eher noch ein Ansporn zur weiteren Anmache. Wichtig ist, dass Sie lernen, mit einer scharfen Stimme ein klares »Nein« von sich zu geben. Alleine das ist schon wichtig für das »Falls es doch passiert«. Denn dazu kommen wir jetzt.
Was ist, wenn ES nun doch passiert ist?
1. Nicht waschen und nicht die Kleidung wechseln. Sie entfernen jegliches »Beweismaterial«, das vonnöten ist, um den Täter der Tat zu überführen.
2. In der Vernehmung werden Sie gefragt, ob Sie ein klares »Nein« ausgesprochen haben. Es kommt sonst der Vorwurf »Sie wollte es doch auch«.
3. Wenden Sie sich an den »Weißen Ring« oder eine anderen Beratungsstelle. Die können weiterhelfen.
4. Für die Gerichtsverhandlung ist eine Anwältin als Expertin für Strafrecht erforderlich.
5. Bei der Gerichtsverhandlung wird der gegnerische Anwalt Fragen stellen, wo sie nur mit »Ja« oder »Nein« antworten sollen. Stellen Sie sich darauf ein.
Weitere Tipps gibt es bei den entsprechenden Beratungsstellen.
Es ist bereits geschrieben worden, aber lassen Sie es mich wiederholen:
– Kampfsport fördert das Selbstbewusstsein und verhilft zu einer entsprechenden Ausstrahlung.
– Kampfsport macht fit und Frau lernt es, sich einer schwierigen Situation besser in ihrer körperlichen Konstitution zu stellen.
Das größte Hindernis aber ist die psychische Barriere. Von einer Frau ist bekannt, dass sie sich hätte problemlos wehren können. Aber da war diese Barriere. Und diese Barriere muss überwunden werden. Diese Barriere heißt Angst. In einer bedrohlichen Situation Angst zu haben, ist vollkommen normal. Jeder hat sie!
Aber Angst ist besiegbar. Aber dazu kommen wir in dem Kapitel über Angst.
Etwa 75% der Täter stammen aus dem Umfeld und Vergewaltigungen sind etwa zu 70% geplant. Der nette Nachbar von nebenan oder der Arbeitskollege kann weitaus gefährlicher sein als der Anbaggerer in der Disco. Denn von den ersten beiden strahlt zuerst noch keine direkte Gefahr aus, da man sich in einem sicheren Umfeld fühlt. Und wenn es zu einem Zwischenfall kommt, dann heißt es meistens, wenn Nachbarn, Freunde oder Verwandte interviewt werden: »Das hätte ich dem gar nicht zugetraut«. Die Intuition ist ein Warnmelder. Auch wenn alles äußerlich okay scheint und Kopf und Herz etwas Positives vermelden, so ist es gut auf die Intuition zu hören.
Auch das Auftreten gegenüber Männern ist dabei nicht unerheblich.
Es gibt drei Bereiche zu unterscheiden:
1. Die Männer sind nett und bleiben bei der nötigen Distanz
2. Eine Auseinandersetzung steht bevor, und es rückt einer näher als er soll
3. Die körperliche Auseinandersetzung ist unvermeidbar
Für die Prävention sind »Erstens« und »Zweitens« wichtig. Bei »Erstens« muss man die Männer mit der nötigen Feinfühligkeit auf der Distanz halten und auch zu verstehen geben, dass nicht mehr draus werden könnte. Dazu gehört, auch im Vorhinein, ein nötiges selbstsicheres Auftreten, ohne das man als eine »arrogante Ziege« wirkt.
Bei »Zweitens« muss man den Männern die Grenze aufzeigen. Und das mit dem nötigen Nachdruck. Männer sprechen eine andere Sprache. Besonders die machohaften Frauenjäger. Sie dürfen auf keinen Fall, wenn Sie »Nein« sagen, dabei auch noch lächeln. Denn das wird als ein »Ja« aufgefasst. »Wahrscheinlich später« wird interpretiert aus einem »Jetzt nicht« und einem netten Blick. Und ein sanftes Wegdrücken mit den Händen, gefolgt mit einem netten Blick, ist eher noch ein Ansporn zur weiteren Anmache. Wichtig ist, dass Sie lernen, mit einer scharfen Stimme ein klares »Nein« von sich zu geben. Alleine das ist schon wichtig für das »Falls es doch passiert«. Denn dazu kommen wir jetzt.
Was ist, wenn ES nun doch passiert ist?
1. Nicht waschen und nicht die Kleidung wechseln. Sie entfernen jegliches »Beweismaterial«, das vonnöten ist, um den Täter der Tat zu überführen.
2. In der Vernehmung werden Sie gefragt, ob Sie ein klares »Nein« ausgesprochen haben. Es kommt sonst der Vorwurf »Sie wollte es doch auch«.
3. Wenden Sie sich an den »Weißen Ring« oder eine anderen Beratungsstelle. Die können weiterhelfen.
4. Für die Gerichtsverhandlung ist eine Anwältin als Expertin für Strafrecht erforderlich.
5. Bei der Gerichtsverhandlung wird der gegnerische Anwalt Fragen stellen, wo sie nur mit »Ja« oder »Nein« antworten sollen. Stellen Sie sich darauf ein.
Weitere Tipps gibt es bei den entsprechenden Beratungsstellen.
3. Prävention und Hilfe für Kinder und Schutzbefohlene
»Auch ich habe meinen Kindern immer wieder erklärt, dass sie nicht in fremde Autos steigen sollen und nichts von Unbekannten entgegennehmen sollen.« Sicher sind diese Ermahnungen allen Müttern bekannt. Die Täter sind längst nicht immer Fremde. Auch die beste Beziehung einer Mutter oder eines Vaters zum Kind kann nicht einen sexuellen Missbrauch unter allen Umständen verhindern. Mut zum »Nein sagen« sollte gefördert, gute und schlechte Geheimnisse sollten besprochen werden. Erziehung zur Selbstständigkeit fordert uns heraus und ist gewiss nicht einfach.
Erwachsene müssen die Grenzen des Kindes anerkennen und einhalten. Kinder brauchen verlässliche Orientierungen, damit sie ihre eigenen Stärken und Grenzen einschätzen lernen und gefährlichen Situationen nicht wehrlos und ohne Hilfe ausgesetzt sind. Mädchen oder Jungen, die als Kleinkinder in ihrer Ängstlichkeit und Hilflosigkeit bestärkt werden, fällt es oft schwer, unabhängig und eigenständig zu werden. Kinder brauchen Vorbilder, die achtungs- und respektvoll die Grenzen der Nächsten annehmen, die den eigenen und den fremden Körper als wirklichen Tempel Gottes sehen. Ein Kind sollte nicht total mit Informationen verängstigt werden, dass es allzu vorsichtig durch die Welt läuft. Aber es sollte auch nicht unvorbereitet sein.
Daher die berechtigte Frage: Wer hilft mit, Kinder zu schützen?! Ob nach körperlicher oder seelischer Misshandlungen: Kinder tragen schwere seelische Störungen davon, die ein ganzes Leben lang als Wunde davon getragen werden. Ein normales Leben zu führen, scheint aussichtslos und die Auswirkungen sind verschieden. Täter nutzen psychischen Druck, um auf ihr Opfer unterschwellig einzuwirken. Dies vermehrt in der so genannten »sicheren« Umgebung. Diesem Druck sollte der Wind aus den Segeln genommen werden. Es gibt auch Trainer, die Seminare geben und die sich darauf spezialisiert haben, Kinder richtig zu schulen. Die kennen auch gute Tricks. Ein Beispiel davon: Wenn Kinder aus dem Auto heraus angesprochen werden, so sollen sie sich nicht direkt an das Fenster stellen. Ein sicherer Platz ist hinter dem Seitenspiegel. Denn dort kann es nicht so schnell ergriffen werden.
»Auch ich habe meinen Kindern immer wieder erklärt, dass sie nicht in fremde Autos steigen sollen und nichts von Unbekannten entgegennehmen sollen.« Sicher sind diese Ermahnungen allen Müttern bekannt. Die Täter sind längst nicht immer Fremde. Auch die beste Beziehung einer Mutter oder eines Vaters zum Kind kann nicht einen sexuellen Missbrauch unter allen Umständen verhindern. Mut zum »Nein sagen« sollte gefördert, gute und schlechte Geheimnisse sollten besprochen werden. Erziehung zur Selbstständigkeit fordert uns heraus und ist gewiss nicht einfach.
Erwachsene müssen die Grenzen des Kindes anerkennen und einhalten. Kinder brauchen verlässliche Orientierungen, damit sie ihre eigenen Stärken und Grenzen einschätzen lernen und gefährlichen Situationen nicht wehrlos und ohne Hilfe ausgesetzt sind. Mädchen oder Jungen, die als Kleinkinder in ihrer Ängstlichkeit und Hilflosigkeit bestärkt werden, fällt es oft schwer, unabhängig und eigenständig zu werden. Kinder brauchen Vorbilder, die achtungs- und respektvoll die Grenzen der Nächsten annehmen, die den eigenen und den fremden Körper als wirklichen Tempel Gottes sehen. Ein Kind sollte nicht total mit Informationen verängstigt werden, dass es allzu vorsichtig durch die Welt läuft. Aber es sollte auch nicht unvorbereitet sein.
Daher die berechtigte Frage: Wer hilft mit, Kinder zu schützen?! Ob nach körperlicher oder seelischer Misshandlungen: Kinder tragen schwere seelische Störungen davon, die ein ganzes Leben lang als Wunde davon getragen werden. Ein normales Leben zu führen, scheint aussichtslos und die Auswirkungen sind verschieden. Täter nutzen psychischen Druck, um auf ihr Opfer unterschwellig einzuwirken. Dies vermehrt in der so genannten »sicheren« Umgebung. Diesem Druck sollte der Wind aus den Segeln genommen werden. Es gibt auch Trainer, die Seminare geben und die sich darauf spezialisiert haben, Kinder richtig zu schulen. Die kennen auch gute Tricks. Ein Beispiel davon: Wenn Kinder aus dem Auto heraus angesprochen werden, so sollen sie sich nicht direkt an das Fenster stellen. Ein sicherer Platz ist hinter dem Seitenspiegel. Denn dort kann es nicht so schnell ergriffen werden.


