Ludwig Börne: »Menzel, der Franzosenfresser«

Ludwig Börne
»Menzel, der Franzosenfresser«
Essay

176 Seiten - Preis 12,95 €
ISBN 978-3-930730-43-8

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Ursprünglich zählte Börne den Literaturjournalisten Wolfgang Menzel zu seinen Verbündeten im Kampf gegen den Weimarer Erzfeind Johann Wolfgang von Goethe. Menzel schien die gleichen Gründe zu haben. Doch in Wahrheit lehnte er ihn nur aus einem einzigen Grund ab: Goethe war zu sehr Weltbürger, nicht deutschtümelnd oder nationalistisch eingestellt.

Seinen Irrtum in Bezug auf Menzel erkannte Börne erst kurz vor seinem Tod.

Vorausgegangen war die Erkenntnis, daß Menzel einer der Übeltäter gewesen ist, der eine Verbotsliste für Autoren des Jungen Deutschland erstellt hatte und diese vom damaligen Bundestag verabschieden ließ. In seiner Zeitschrift »Balance« veröffentlichte Börne eine unmißverständliche Stellungnahme für das »Junge Deutschland« und damit gegen den Bundestagsbeschluß sowie dessen geistigen Urheber Wolfgang Menzel. Der nun, tödlich beleidigt über die Undankbarkeit Börnes, beantwortete diesen Artikel mit primitiven antisemitischen Anwürfen.

Der todkranke Börne erkannte seinen Fehler und holte aus zum letzten großen publizistischen Schlag gegen Wolfgang Menzel. Der schweren Krankheit trotzend, nahm Börne mit diesem Buch die wichtige Arbeit auf sich, die Grundlagen für einen toleranten, liberalen Patriotismus als Basis zur Schaffung der Republik Deutschland zu legen. Nirgendwo sonst in Börnes Werk findet sich eine so klare Konzeption seiner Idee des Patriotismus.

24.05.2013

  • Der Autor
  • Verwandte Themen

Über Ludwig Börne

Dank der den Frankfurter Juden gewährten Gleichstellung konnte Börne nach Abschluß des Studiums und der Promotion die Verwaltungslaufbahn einschlagen. 1811 wurde er Polizeiaktuar; doch die Gleichberechtigung währte nur kurze Zeit. Der Wiener Kongreß machte ein Ende mit dieser Errungenschaft. Börne wurde somit 1815 zwangsweise in Pension geschickt.

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Porträt Theodor Fontane

Theodor Fontane

Thomas Mann entstammte einer angesehenen Lübecker Patrizierfamilie. Er wurde am 6. Juni 1875 als zweiter Sohn des Kaufmanns und Senators Johann Heinrich Mann und seiner Frau Julia, geb. da Silva-Bruhns, die mütterlicherseits brasilianischer Abstammung war, geboren.

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Bibliothek des 19. Jahrhunderts

Schwerpunkt des Verlages ist die Literarische Tradition. Hierin erscheinen Werke, die in den vergangenen rund 400 Jahren die deutsche und internationale Literatur beeinflußt haben. Der Begriff der Weltliteratur, eigentlich schon zu Goethes Zeiten geprägt, aber noch nicht so richtig mit Inhalten gefüllt, begann im 19. Jahrhundert zur Geltung zu kommen. Schriftsteller insbesondere aus England, Skandinavien und Frankreich haben die deutsche Literatur beeinflußt. Aber auch die deutschsprachigen Autoren (beispielsweise Heinrich Heine) hatten ihren Einfluß auf die ausländische Literatur.

Doch der Ruhm von gestern muß sich nicht zwangsläufig bis in die aktuelle Gegenwart hinein halten. So ergeht und erging es vielen Schriftstellern. Wer kennt heute noch Friedrich Wilhelm Hackländer (1816 bis 1877) und seinen seinerzeit berühmten (und besten) Roman »Europäisches Sklavenleben«, wer die Illustrationen von Arthur Langhammer zu diesem Roman?

 

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Bücher des 19. Jahrhunderts

Ludwig Börne
Ξ Menzel, der Franzosenfresser
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Marie von Ebner-Eschenbach
Ξ Božena

Ξ Meine Erinnerungen an Grillparzer (in Vorbereitung)
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Karl Gutzkow
Ξ Über Goethe
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Heinrich Heine
Ξ Ludwig Börne - Denkschrift
Ξ Schnabelewopski
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Alexander L. Kielland
Ξ Jakob
Ξ Else
Ξ Schnee
Ξ Novellen
Ξ Werkausgabe in 10 Bänden
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Wilhelm Raabe
Ξ Else von der Tanne
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Theodor Storm

Ξ Erinnerungen an Eduard Mörike (i.Vorb.)

Ξ Immensee

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Richard Volkmann-Leander
Ξ Träumereien an französischen Kaminen
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Heines Auseinandersetzung mit Ludwig Börne

Heinrich Heine
»Ludwig Börne -
Eine Denkschrift«

Essay


216 Seiten - Preis 13,95 €
ISBN 978-3-930730-44-5

 

Es ist keine Biographie, nicht einmal eine Denkschrift, sondern eine essayistische Auseinandersetzung eines Dichters (Heine) mit einem Essayisten, die in vielem gleich dachten und sich doch immer weiter voneinander entfernten.

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