Über Ludwig Börne
Geboren: 6. Mai 1786 in Frankfurt
Gestorben: 12. Februar 1837 in Paris
Ludwig Börne wurde am 6. Mai 1786 als Juda Löb Baruch in Frankfurt geboren. Er studierte Medizin, Jura und Staatswissenschaften in Berlin, Halla (Saale), Heidelberg und Gießen. Schon während der Studienjahre schrieb er Aphorismen für die Zeitschrift »Germanien«.
Dank der den Frankfurter Juden gewährten Gleichstellung konnte Börne nach Abschluß des Studiums und der Promotion die Verwaltungslaufbahn einschlagen. 1811 wurde er Polizeiaktuar; doch die Gleichberechtigung währte nur kurze Zeit. Der Wiener Kongreß machte ein Ende mit dieser Errungenschaft. Börne wurde somit 1815 zwangsweise in Pension geschickt.
Kurz darauf ließ er sich evangelisch taufen und änderte seinen Namen.
In den Folgejahren bis zu seinem Tode arbeitete Börne als Journalist und Publizist. Er stellte sich auf die Seite der Bewegung »Junges Deutschland« und kämpfte leidenschaftlich gegen die Zensur, die Einschränkung und quasi Absetzung der Pressefreiheit. Sein Ziel war es, ein neues bürgerliches Bewußtsein zu schaffen.
Der offene Kampf gegen die Zensur und gegen die Karlsbader Beschlüsse veranlaßten den Staat, Börne vorübergehend in Haft zu nehmen und später ein Publikationsverbot auszusprechen. So wurde es für Börne noch schwieriger, seine Arbeit als freier Publizist u. a. für die Cottaschen Blätter »Morgenblatt für die gebildeten Stände« und »Politische Annalen« fortzusetzen. Ihm half zwar die finanzielle Unabhängigkeit (Erbschaft), dennoch wurde das Leben in Deutschland zu aufreibend. Ab Herbst 1830 lebte er schließlich in Paris.
Doch auch sein Versuch, Frankreich und Deutschland zu versöhnen, scheiterte. Am 12. Februar 1837 starb Börne in Paris.
- Bei uns erschienen
- Lesetipps
»Menzel, der Franzosenfresser«
Ludwig Börne
»Menzel, der Franzosenfresser«
Essay
176 Seiten - Preis 12,95 €
ISBN 978-3-930730-43-8
Ursprünglich zählte Börne den Literatur-journalisten Wolfgang Menzel zu seinen Verbündeten im Kampf gegen den Weimarer Erzfeind Johann Wolfgang von Goethe. Menzel schien die gleichen Gründe zu haben. Doch in Wahrheit lehnte er ihn nur aus einem einzigen Grund ab: Goethe war zu sehr Weltbürger, nicht deutschtümelnd oder nationalistisch eingestellt.
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Leseprobe: Menzel, der Franzosenfresser
In den Anfangsjahren gehörte der Literaturkritiker Menzel zu den Förderern Börnes. Das änderte sich schlagartig, nachdem Börne - Hauptvertreter des Jungen Deutschland - erkannte, daß Menzel zu den radikalen Reaktionären gehörte.
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Heines Auseinandersetzung mit Ludwig Börne
Heinrich Heine
»Ludwig Börne -
Eine Denkschrift«
Essay
216 Seiten - Preis 13,95 €
ISBN 978-3-930730-44-5
Es ist keine Biographie, nicht einmal eine Denkschrift, sondern eine essayistische Auseinandersetzung eines Dichters (Heine) mit einem Essayisten, die in vielem gleich dachten und sich doch immer weiter voneinander entfernten.
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