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Über Martin Luther

Martin Luther
Geboren am 10. November 1483 in Eisleben
Gestorben am 18. Februar 1546 in Eisleben


Martin Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben als Sohn eines Bergmanns geboren. Er besuchte ab 1488 die Lateinschule in Mansfeld, anschließend ab 1497 in Magdeburg. Weitere Studienorte waren Eisenach und Erfurt, wo Luther Jura und Philosophie studierte. 1505 beendete er sein Studium mit dem Magisterexamen und trat in das Augustinerkloster ein. 1507 erhielt er die Priesterweihe und begann das Studium der Theologie, das er mit einer Promotion 1512 abschließen konnte. Danach erhielt er eine Professur für Bibelerklärung in Wittenberg.

Weitere Stationen seines Lebens:

* 1521 Ächtung des Papstes und Flucht auf die Wartburg
* 1522 Rückkehr nach Wittenberg
* 1525 Heirat mit Katharina von Bora
* 1525 Bruch mit Erasmus
* 1529 Bruch mit Zwingli
* 1534 Herausgabe der Bibel in deutscher Übersetzung
* 1546 (18.2.) Tod in Eisleben

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Zum Buch »Gegen den Verarmungswahn«

Cover Luther
In Zeiten allgemeiner wirtschaftlicher Unsicherheit ist niemand davor geschützt, von heute auf morgen alles zu verlieren. Die Furcht vor dem Verlust all dessen, was man sich erarbeitet hat, ist für viele Menschen ein dunkler Schatten geworden, der sie ständig begleitet. tl_files/wfb/sonstiges/weiter_klein.gif

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Leseprobe »Gegen den Verarmungswahn«

Danach fuhr Jesus weg über das Galiläische Meer, daran die Stadt Tiberias liegt. Und es zog ihm viel Volks nach, darum daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus aber ging hinauf auf den Berg und setzte sich daselbst mit seinen Jüngern. Es war aber nahe Ostern, der Juden Fest. tl_files/wfb/sonstiges/weiter_klein.gif

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Luther gilt als Begründer des Protestantismus; während seiner Studienzeit gewann er eine neue Auffassung vom Christentum, die sich mit den Ansichten des Papstes und seiner Mitstreiter nicht mehr deckten. Vor allem die Schriften von Erasmus, der Übersetzungsfehler und inhaltliche Täuschungen in der von der katholischen Kirche für einzig gültig erklärten Bibelübersetzung (»Vulgata«) gefunden hatte, seine eigenen Erfahrungen mit dem Papst sowie die Auswirkungen u. a. des Ablaßhandels brachten Luther zur Überzeugung, daß die Glaubenslehren reformiert werden mußten.

Dieser Aufgabe widmete sich Luther bis zu seinem Tode. Von ganz besonderer Bedeutung auch in diesem Zusammenhang ist die Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache. Es gab zwar noch keinen Buchmarkt oder Druckerzeugnisse, die den heutigen Vorstellungen entsprechen konnten, aber die Erfindung des Buchdrucks und die moderne Übersetzung Luthers sorgten sehr bald für die Verbreitung der Bibel in ganz Deutschland.