Else Weil – Fragmente eines deutsch-jüdischen Lebensweges. Anlässlich des 75. Todestages Kurt Tucholskys, am 21. Dezember, entwickelte das Tucholsky-Museum in Rheinsberg eine Ausstellung über seine erste Ehefrau.
Else Weil tritt als Figur der „Claire“ erstmals in Tucholskys
Erzählung „Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte“ in Erscheinung und
prägte mit ihm gemeinsam dessen Erfolg. Sie verkörperte damals ein
sensationell neues Frauenbild und zeigte sich in vielseitiger Hinsicht
als fortschrittliche und emanzipierte Persönlichkeit: als Frau, als
Ärztin und als Jüdin.
Die Darstellung der faszinierenden Lebensgeschichte Else Weils soll
literarische und biographische Aspekte miteinander verbinden und dabei
beispielhaft einerseits eine besondere Facette der
Emanzipationsgeschichte der jüdischen Bevölkerung in Brandenburg /
Preußen abbilden und andererseits das tragische Schicksal der Menschen
im Nationalsozialismus nachzeichnen.
Einen besonderen Platz in der Ausstellung wird die Luxus-Ausgabe der Erzählung Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte
erhalten. Im Mai 2009 konnten wir mit Hilfe von Spenden die Nummer 1
der auf 30 Exemplare limitierten Sonderausgabe für unser Museum
ankaufen. Sie ist mit einem Widmungsgedicht an Else Weil, genannt Claire
Pimbusch, versehen.
© Foto: Tucholsky-Museum, Rheinsberg