Heinrich Pestalozzi: Wie Gertrud ihre Kinder lehrt
Heinrich Pestalozzi
»Wie Gertrud ihre Kinder lehrt
Ein Versuch, den Müttern Anleitung zu geben, ihre Kinder selbst zu unterrichten, in Briefen«
252 Seiten, Preis 11,95 €
ISBN 978-3-86672-024-4
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Stapfer betonte, daß die Methode Pestalozzis, wenn sie sich in der Praxis bewähren würde, für die von der helvetischen Regierung geplante Reform der Lehrerbildung wertvoll sein könnte. Das Vollziehungsdirektorium beschloß noch am gleichen Tage: Erstens, Pestalozzi im ehemaligen Schloß Burgdorf eine Wohnung anzuweisen; zweitens, »alle Behörden des Kantons Bern, welche zur Beförderung der gemeinnützigen Absichten des Bürgers Pestalozzi mitwirken können, zur Erleichterung seiner Arbeit und zur möglichsten Unterstützung bei seinen edlen Zwecken aufzufordern«; drittens, ihm bei erfolgreicher Tätigkeit nach drei Monaten vierteljährlich 160 alte Schweizerfranken zuzuwenden.
Pestalozzi erhielt zunächst in der Hintersassenschule Samuel Dyslis Zutritt. Später kam er durch Vermittlung Joh. Schnells und Dr. Grimms an die von Bürgerkindern besuchte »Buchstabier- und Leseschule« der Jungfrau Margar. Stähli, jünger. Im Mai 1800 gelangte er dann als Lehrer an die »Zweite Knabenschule«. Als er nach dem Tode Fischers seine Schule mit der in Krüsis vorhandenen vereinigte, richtete Pestalozzi durch Vermittlung Stapfers an den Vollziehungsausschuß, der seit dem Staatsstreich vom 7. Jan. 1800 provisorisch an die Stelle des früheren helvetischen Direktoriums getreten war und vom 8. Aug. an durch den Vollziehungsrat ersetzt wurde, das Gesuch, ihm die Wohnräume in Schloß Burgdorf für seine Schule zur Verfügung zu stellen. Diesem Wunsch wurde bereitwillig entsprochen.
Bereits in Stans hatte Pestalozzi seine später in ganz Europa berühmte Unterrichtsmethode zu entwickeln begonnen. In Burgdorf führte er diese Versuche fort und gestaltete die Methode in ihren Anwendungen und Grundsätzen weiter aus. Aus der Neuorientierung des Elementarunterrichtes ergab sich dabei für ihn die Notwendigkeit, geeignete Lehrmittel zu schaffen, wozu er jedoch finanzielle Unterstützung brauchte.
Mit Hilfe weiterer Unterstützung folgten dann später die bekannten, teilweise in Verbindung mit den Mitarbeitern Buß, Krüsi und Tobler verfaßten Elementarbücher: »Buch der Mütter oder Anleitung für Mütter, ihre Kinder bemerken und reden zu lehren« (1803); »ABC der Anschauung oder Anschauungslehre der Maßverhältnisse« (1803); »Anschauungslehre der Zahlenverhältnisse« (1803).
(Aus dem Nachwort)
Unserer Textausgabe liegt der Erstdruck von 1801 zugrunde, erneut veröffentlicht in der 8 Bände umfassenden Werkausgabe, die von Paul Baumgartner im Rotapfel Verlag, Erlenbach-Zürich, 1946, herausgegeben worden ist. Das Titelblatt des Originals lautet:
Wie Gertrud ihre Kinder lehrt, ein Versuch den Müttern Anleitung zu geben, ihre Kinder selbst zu unterrichten, in Briefen von Heinrich Pestalozzi. Bern und Zürich, by Heinrich Geßner. 1801.
- Bei uns erschienen
- Der Autor
Lektion in Briefen
Heinrich Pestalozzi
»Wie Gertrud ihre Kinder lehrt
Ein Versuch, den Müttern Anleitung zu geben, ihre Kinder selbst zu unterrichten, in Briefen«
252 Seiten, Preis 11,95 €
ISBN 978-3-86672-024-4
Bereits in Stans hatte Pestalozzi seine später in ganz Europa berühmte Unterrichtsmethode zu entwickeln begonnen. In Burgdorf führte er diese Versuche fort und gestaltete die Methode in ihren Anwendungen und Grundsätzen weiter aus. Aus der Neuorientierung des Elementarunterrichtes ergab sich dabei für ihn die Notwendigkeit, geeignete Lehrmittel zu schaffen, wozu er jedoch finanzielle Unterstützung brauchte.
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Über Heinrich Pestalozzi
Geboren am 12. Januar 1746
Gestorben am 17. Februar 1827
Johann Heinrich Pestalozzi wurde am 12.
Januar 1746 in Zürich geboren. Nach dem Schulbesuch studierte er
Theologie und Jura. Er bricht das Studium ab und beginnt eine
landwirtschaftliche Lehre. 1769 heiratet er Anna Schultheß.
Sein Versuch als Bauer (Gründung Neuhof) scheitert ebenso wie sein
Bemühen, eine Armenanstalt ins Leben zu rufen.
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