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Jürgen Schwalm: Erst Bücher, dann Menschen. Geschichte der Bücherverbrennungen

Am 10. Mai 1933 begann im nationalsozialistischen Deutschland eine Serie öffentlicher Bücherverbrennungen. Nach dem Aufruf »Vernichtungsaktion gegen undeutsche Literatur« wurden die Werke derjenigen Schriftsteller den Flammen übergeben, die von der »Mitarbeit am Werk des nationalen Aufbaus« ausgeschlossen werden sollten, wobei einzelne Autoren wie Heinrich Mann, Erich Kästner, Sigmund Freud, Emil Ludwig und Erich Maria Remarque in sogenannten „Feuersprüchen“ namentlich gebrandmarkt werden sollten.

Aber auch die Schriften bereits verstorbener Dichter wie Heinrich Heine wurden eliminiert.

Es kam dem Lübecker Schriftsteller und Arzt in seinem Essay darauf an, die historischen Entwicklungen aufzuzeigen, die zu den Aktionen von 1933 führten. Bücherverbrennungsaktionen sind keine Maßnahmen, die nur von den Nationalsozialisten für ihre gesellschaftspolitischen Ziele eingesetzt wurden; sie sind leider auch heute noch aktuell.

Kunst und Literatur, diese Sammelbecken schöpferischer Kraft und Opposition, konnten von jeher Ziele einer Inquisition werden, aus welcher Richtung auch immer. Stets wurden dabei Menschen geopfert.
Schon 1820 sprach Heinrich Heine in seiner Tragödie »Almansor« die prophetischen Worte aus: »Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen«.

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Bei uns erschienen

tl_files/wfb/buch/schwalm_kolb.jpgAnnette Kolb

Klio, die Muse der Geschichte, ist manchmal recht nachlässig, wenn sie sich um das Vermächtnis der Dichter(innen) bekümmern soll. Da, wo es den Einsatz lohnt, setzt sich der Lübecker Schriftsteller Jürgen Schwalm seit vielen Jahren oft für die Vergeßliche an den Schreibtisch.
Ξ Zum Buch
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tl_files/wfb/buch/schwalm_bonsels.jpgWaldemar Bonsels

»Die Biene Maja« bedeutet Ruhm bis heute.
Der Welterfolg seiner »Biene Maja« hält unvermindert an, und die »Abenteuer« des aufmüpfigen Insekts amüsieren nach wie vor das Fernsehpublikum (sowohl die Kinder als auch Erwachsene, die Kinder geblieben sind).
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tl_files/wfb/buch/schwalm_falke.jpgGustav Falke

In Vergessenheit geraten.
Der Dichter Gustav Falke, 1853 in Lübeck geboren und 1916 in Groß Borstel bei Hamburg gestorben, wurde leider schon zu Lebzeiten allzu oft als Epigone seines Freundes Detlev von Liliencron abgewertet.
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Leser- und Pressestimmen

»Der Inhalt des kleines Werkes zeugt von außerordentlicher Kenntnis des Autors und wird spannend, klar und verständlich erzählt. (...) Jürgen Schwalm erinnert uns daran, daß Toleranz nicht selbstverständlich, sondern Ausdruck eines langwierigen Bildungsprozesses ist“.
(Prof. Dr. Karlheinz Engelhardt)
Cover Schwalm, Bücherverbrennung
Jürgen Schwalm

»Erst Bücher, dann Menschen. Zur Geschichte der Bücherverbrennungen«

80 Seiten - Preis 6,95 €
ISBN 978-3-86672-022-0

Literarische Tradition
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